Fragmente sind Referenzobjekte und Symbole der Zerstörung. Gleichzeitig ein Aufschrei der Ohnmacht, nicht einschreiten zu können. Die fast täglichen Medienberichte über das Abschlachten von Lebewesen einzig aufgrund der Suggestion des Aberglaubens, die aus den Kadavern gewonnenen Substanzen seien Wundermittel, schrecken mich auf. In diesem Krieg, in welchem wegen Hörnern und Flossen gestorben wird, stelle ich die abgeschnittenen Teile als Mahnmal gegen diese Sinnlosigkeit. Obwohl reproduziert ist jedes Objekt immer wieder anders. In der Natur gleicht kein Horn dem anderen, auch wenn deren Formen die gleichen sind. Jedes Horn ist etwas Einmaliges.

Serie Beschreibung   1/8 

die haifisch suppe 2015

Fragmente

1991 - 2015

Die Einmaligkeit eines Horns, einer Haiflosse, eines Geweihs, welches mit Gewalt vom tierischen Individuum abgeschnitten wird und meine starre Zuschauerposition, gab mir den Anstoss die Natur zu Reproduzieren, die Tötungen obsolet zu machen.

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Serie Beschreibung   2/8 

trophaen 2007

Serie Beschreibung   3/8 

marabus 2005

Serie Beschreibung   4/8 

das einhorn 2003

Serie Beschreibung   5/8 

die letzten elefanten 1997

Serie Beschreibung   6/8 

die herde 1995

Serie Beschreibung   7/8 
  • die herde fragment 1995

 

Serie Beschreibung   8/8 

der alte marabu darf nichts mehr sagen 1991

«Man lebt, man flickt und verbessert und baut sein Leben und macht es manchmal kaputt; nach einer Zeit merkt man aber, dass es, so wie es aus Fehlern und Zufällen zusammengesetzt ist, nicht mehr verändert werden kann.»

Aus Sándor Márai, Das Vermächtnis der Eszter.

Schönheit und Zerbrechlichkeit, Aufbau und Zusammenbruch sind Erinnerungen und Hoffnung zugleich. Das Prinzip Kartenhaus befindet sich in einem äusserst labilen Gleichgewicht. Ein Fehlgriff, und alles stürzt in sich zusammen. Der totale Misserfolg ist der Preis für den Bruch mit der geltenden Ordnung, das Chaos die Antwort auf den Einbruch des Unzulässigen in die unveränderlichen Gesetzmässigkeiten des Alltäglichen.

Wir alle setzen auf Kartenhäuser, in denen unsere Träume, Hoffnungen und Wünsche wohnen. Kitten sie stets von neuem, wollen Erinnerungen und Emotionen festhalten. Aus den Scherben entstehen wieder Kartenhäuser.

Die Zerbrechlichkeit des gebrannten Tons und Porzellans entspricht der Fragilität des Kartenhauses, der verbindende Kitt übernimmt tragende Bedeutung.

Seit 2000 bis heute wird an der Entwicklung von der «Siedlung» zur «Stadt» gebaut, werden die Objekte formal sowie inhaltlich weiter entwickelt und verdichtet.

Serie Beschreibung   1/12 

Kartenhaus, 2005

Kartenhaus

2000 - heute

Aufgestapelt und Zusammengebrochen, abgesplittert und zusammengeflickt. Die Arbeit am Kartenhaus ist genauso die Arbeit am Leben, das in Erinnerungen und Emotionen seine Welt zusammenbaut. Eine wunderbare Tragödie der menschlichen Existenz.

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Serie Beschreibung   2/12 

Kartenhaus 1-3, 2005

Serie Beschreibung   3/12 

Kartenhaus 15-17, 2005

Serie Beschreibung   4/12 

Kartenhaus 24, 2004

Serie Beschreibung   5/12 

Kartenhaus 5, 2004

Serie Beschreibung   6/12 

Kartenhaus mIm1-mIm8

Serie Beschreibung   7/12 

Installation von 41 Kartenhäusern

Serie Beschreibung   8/12 

Kartenhaus 8 A, B, C

Serie Beschreibung   9/12 

Kartenhaus AR2, 2004

Serie Beschreibung   10/12 

Wall-Street, 2007

Serie Beschreibung   11/12 

Kartenhaus 5, 2004

Serie Beschreibung   12/12 

Kartenhaus Pentagon, 2007

Jalta – Das Bild der Grenzen (2016-2017)

Eine Serie von 20 Objekten

Jahrhundertelang hatte sich der Mensch Gedanken über die Form der Erde gemacht. Später vermass er jeden Winkel, zog Grenzen, schuf Territorien und teilte sie wieder. Immer neue Landkarten entstanden, mit immer neuen Grenzen – natürliche, willkürliche, harmonische, auf dem Kopf stehende, erwünschte, nicht voraussehbare. Mit allen politischen Folgen.

Mit meiner Arbeit nehme ich Bezug auf Fakten aus den Medien. Es geht um Grenzen. Überall auf der Welt entstehen neue Grenzen, Zäune und Mauern. Die alten werden ignoriert. Es sind Reissbrett-Territorien – zwischen öffentlich und privat, zwischen erlaubt und unerlaubt. Einige Grenzen sind durchlässig, andere tödlich, viele sind sichtbar, einzelne nicht. Puzzle-Teile im Spiel der Mächtigen an ihren Friedenskonferenzen. Fällt dabei die Wahl zufällig auf ein Quadrat, wird es bedenkenlos aufgeteilt, herausgelöst, zerschnitten, umgestaltet und isoliert.

Die Objekte sind beidseitig mit Engobefarben gestaltet. Sie präsentieren sich in mindestens acht Positionen.

Porzellan, Ton, Engobe, Brand 1200°C, Grösse ca. 24 cm x 36 cm x 5 cm bis 40 cm x 40 cm x 4 cm

Serie Beschreibung   1/7 

Eine Serie von Objekten

Jalta – Das Bild der Grenzen (2016-2017)

Eine Serie von 20 Objekten. Die Objekte sind beidseitig mit Engobefarben gestaltet. Sie präsentieren sich in mindestens acht Positionen.
Porzellan, Ton, Engobe, Brand 1200°C, Grösse ca. 24 cm x 36 cm x 5 cm bis 40 cm x 40 cm x 4 cm

Jahrhundertelang hatte sich der Mensch Gedanken über die Form der Erde gemacht. Später vermass er jeden Winkel, zog Grenzen, schuf Territorien und teilte sie wieder. Immer neue Landkarten entstanden, mit immer neuen Grenzen – natürliche, willkürliche, harmonische, auf dem Kopf stehende, erwünschte, nicht voraussehbare …

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Serie Beschreibung   2/7 

Jalta AII

Serie Beschreibung   3/7 

Jalta AII

Serie Beschreibung   4/7 

Jalta AII

Serie Beschreibung   5/7 

Jalta AII

Serie Beschreibung   6/7 

Jalta WII

Serie Beschreibung   7/7 

Jalta WII

Akropolis

Sie war mit ihren Säulenhallen auf dem Hügel Sinnbild eines politischen und geistigen Weltreichs. Trotzdem sind auch Tempel – alte wie neue – letztlich Kartenhäuser der Macht, die im Lauf der Geschichte immer wieder neu gekittet wurden und werden.

Porzellan, Ton, Engobe, Brand 1200°C

Grösse ca. 30 x 30 x 7 cm bis ca. 40 x 40 x 40 cm

Serie Beschreibung   1/6 

Akropolis 1

Akropolis (2016-2017)

Porzellan, Ton, Engobe, Brand 1200°C
Grösse ca. 30 x 30 x 7 cm bis ca. 40 x 40 x 40 cm

Sie war mit ihren Säulenhallen auf dem Hügel Sinnbild eines politischen und geistigen Weltreichs. Trotzdem sind auch Tempel – alte wie neue – letztlich Kartenhäuser der Macht, die im Lauf der Geschichte immer wieder neu gekittet wurden und werden.

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Serie Beschreibung   2/6 

Akropolis 1

Serie Beschreibung   3/6 

Akropolis 5

Serie Beschreibung   4/6 

Akropolis 5

Serie Beschreibung   5/6 

Akropolis 2

Serie Beschreibung   6/6 

Akropolis 2

NORDSEE – BARENTSEE (1998-2013)

Wellen und Bohrkerne bilden eine aus mehreren Einzelteilen zusammengefügte kompakte Einheit, wie ein Stück aus der Barentsee, wie ein Bohrkern aus dem Meeresgrund. Ton gebrannt, alle in Raku-Technik, Grösse ca. 20 x 20 x 30 cm

DIE BOHRINSELN (2010)

Sie sind prägend für das Bild der Nordsee, balancieren auf Holzträgern und sind ein Sinnbild für die Kraft und Energie, welche der Mensch der Erde und dem Meer entnimmt. Bronzeguss, Grösse ca. 10 x 10 x 15 cm Holzträger, bemalt, Grösse ca. 100 x 20 x 20 cm

SYLT (2013)

Wellen, Bohrtürme und Bohrkerne stehen für Stabilität, Zerbrechlichkeit und Verletzlichkeit, erzählen vom Menschen in der Natur und in seiner Geschichte. Installation von zwei, drei, fünf oder sieben Nordseewellen Ton engobiert, gebrannt, Grösse ca. 30 x 50 x 1 cm

Serie Beschreibung   1/5 

Nordsee, 2003

Nordsee

1998-2013

Wellen und Bohrkerne bilden eine aus mehreren Einzelteilen zusammengefügte kompakte Einheit, wie ein Stück aus der Barentsee, wie ein Bohrkern aus dem Meeresgrund.

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Serie Beschreibung   2/5 

Nordsee, 2003

Serie Beschreibung   3/5 

Nordsee, 2003

Serie Beschreibung   4/5 

Sylt, 2013

Serie Beschreibung   5/5 

Sylt, 2013

Tagebuch

Tagebücher einer Woche, Serie bestehend aus 10 Objekten.

Tägliche Brüche, Schnitte, Wunden, Glücksfälle, Aufsteller, es geht immer weiter, Tag und Nacht werden geflickt, verbessert, poliert.

Die Objekte sind kehrbar und wendbar. So sieht man nur das Gute und Schöne, das zu Vergessende möchten wir doch alle verdecken...

Porzellan, Ton, Engobe, Brand 1200°C
Grösse 20 cm x 17 cm x 3-4 cm,

Serie Beschreibung   1/6 

T10

Tagebuch (2016-2017)

Porzellan, Ton, Engobe, Brand 1200°C
Grösse 20 cm x 17 cm x 3-4 cm

Tagebücher einer Woche, Serie bestehend aus 10 Objekten. Tägliche Brüche, Schnitte, Wunden, Glücksfälle, Aufsteller, es geht immer weiter, Tag und Nacht werden geflickt, verbessert, poliert. Die Objekte sind kehrbar und wendbar. So sieht man nur das Gute und Schöne, das zu Vergessende möchten wir doch alle verdecken...

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Serie Beschreibung   2/6 

T10

Serie Beschreibung   3/6 

T5

Serie Beschreibung   4/6 

T5

Serie Beschreibung   5/6 

T9

Serie Beschreibung   6/6 

T9

«Blauer Planet» I – VII, 2018

Serie von 7 Objekten

Porzellan, geschnitten, engobiert, gebrannt 1255 °C

ø ca. 35 cm x 0,5 cm

 

«Roter Planet» I – VIII, 2018

Serie von 8 Objekten

Porzellan, geschnitten, engobiert, gebrannt 1255 °C
ø ca. 35 cm x 0,5 cm

Serie Beschreibung   1/8 

Blauer Planet III, 2018

«Blauer Planet» und «Roter Planet» 2018

Porzellan, geschnitten, engobiert, gebrannt 1255 °C
ø ca. 35 cm x 0,5 cm

Eine Serie von 7 blauen und 8 roten Objekten

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Serie Beschreibung   2/8 

Blauer Planet I, 2018

Serie Beschreibung   3/8 

Blauer Planet VII, 2018

Serie Beschreibung   4/8 

Blauer Planet II, 2018

Serie Beschreibung   5/8 

Blauer Planet IX, 2018

Serie Beschreibung   6/8 

Roter Planet I, 2018

Serie Beschreibung   7/8 

Roter Planet VI, 2018

Serie Beschreibung   8/8 

Roter Planet VII, 2018

Wasser leiten und Wasser speichern ist eine der wichtigsten Kulturtechniken der Menschheit. Die Aquädukte im alten Rom, die Wasserverkäufer im Sahel, die Ringleitungen in Zürich – das Wassermanagement kannte und kennt viele Formen, aber die immer gleiche Formel: Wasser heisst Leben.

Mangel, Krise, Überschuss, Transport und Qualität des Wassers wurden zu Themen des Jahrhunderts. 2001 erschien dazu eine spezielle Ausgabe der Kulturzeitschrift «DU», in der alle diese aktuellen Stichworte behandelt wurden. Damals beschäftigte ich mich mit dem Wettbewerbsthema «Fiktion und Funktion». Bleibt der Zugang zum Trinkwasser für die Menschheit auch im 21. Jahrhundert eine Fiktion? Haben Leitungssysteme neben dem Wassertransport auch noch eine andere Funktion?

Mich interessierten die Probleme des Transports und der Speicherung von Wasser auch in einem künstlerischen Kontext. Ich begann nach Antworten auf die Frage zu suchen, ob Wasserleitungssysteme noch eine andere Funktion hätten, als die ihnen zugewiesene. Denn eine Wasserleitung ist sowohl etwas Statisches wie etwas Dynamisches, da sie ihren Inhalt gleichzeitig birgt und weitergibt. Speichern und Transportieren werden eins.

Meine Intention war, das spielerische Geflecht des Über- und Untereinander der im Boden vergrabenen Transportleitungen hervorzuholen. Ihnen so die Möglichkeit zu verschaffen, gleichzeitig auch wieder an ihre lebenswichtige Funktion als Speicher zu erinnern – eine Tatsache, die bei uns weitgehend in Vergessenheit geraten ist. Mein Konzept der Wasserspeicher basiert auf der Idee, dass die Wasserleitungen ihre technische Rolle wieder in aller Öffentlichkeit künstlerisch «ausleben» sollen.

Aus dem Spiel mit den Schläuchen aus Ton entwickelten sich langsam Formen von imaginären Gefässen. Die Speicher wurden zu Doppelspeichern mit doppelter Funktion: Die Leitungen bildeten den äusseren Behälter eines inneren Behälters, dessen Inhalt je nach Temperatur des Wassers im System gekühlt oder gewärmt wurde.

In der Weiterentwicklung entstand das Projekt eines persönlichen, mobilen und dank elastischen Materialien variablen Speicher- und Leitungsobjekts, dessen durchsichtige Teile das Beobachten des Wassers auf dem Weg zu seinem Bestimmungsort ermöglichen.

Am Ende einer Weiterentwicklung dieser Prototypen und der Experimente mit den transparenten Schläuchen stünde die Vision eines riesigen Wasserschlauchs, der das Wasser des Regens in einem unendlichen Kreislauf auffängt, speichert und weitergibt – ein künstlerisch verstandenes Wassermanagement, das sich variabel dem jeweiligen Standort anpassen liesse.

Serie Beschreibung   1/6 

Wasserspeicher–Wassermanagement

2004 - 2007

Wasser als Ursprung des Lebens beschäftigt die Menschheit seit je her. Immer scheint es um die Speicherung, den Transport, die Verteilung zu gehen. Mit dieser Serie suchte ich nach den Mannigfaltigen Kulturtechniken – stets die Utopie vor Augen, von Welt umspannenden Wasserpipelines.

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Serie Beschreibung   2/6 
Serie Beschreibung   3/6 
Serie Beschreibung   4/6 
Serie Beschreibung   5/6 
Serie Beschreibung   6/6 

Lumpen werden gebraucht, weggeworfen, ausgewaschen, zerknüllt, liegengelassen, zusammengelegt, aufbewahrt. Sie gehören zum Alltag, sind etwas ganz Gewöhnliches. Mit der Übertragung auf ein anderes Material werden alle Spuren, welche der Gebrauch im Laufe der Zeit darauf hinterlassen hat, auf Dauer festgehalten. Die Struktur des Stoffes erhält eine andere Wirksamkeit.

Das Weiche wird starr, das Vergängliche bleibt konserviert. Kostbare Stoffe mit Monogrammen bewahrt man auf, bis sie irgendwann ganz langsam zu zerfallen beginnen. Das vorher klar deklarierte Eigentum verliert so seinen Besitzer. Edles wird zum Lumpen degradiert und vergänglich.

Mit dieser Umsetzung eines alltäglichen und gewöhnlichen Gegenstands in ein Kunstobjekt möchte ich ihm zu etwas Besonderem verhelfen. Die Tätigkeit des täglichen Putzens erhält dadurch etwas Poetisches.

 

Das letzte Mahl oder Fragmente einer Familien-Tafel

Eine Idee eines Tisches mit 12 zum Teil zerrissenen oder zerknüllten hingeworfenen Servietten als die allerletzten Reste einer Festtafel. Kein Geschirr, kein Besteck, keine Gläser. Eine symbolische Anspielung auf das letzte Abendmahl. Die Monogramme in memoriam als Initialen der nicht mehr existierenden Tafelnden. Das Tuch als Symbol für die fehlende Kleidung – Tuch, in das man sich einhüllen möchte. Die Frauen hatten zum abendlichen Festmahl der Zwölf aufgedeckt und abgeräumt. Auf der Tafel geblieben waren einzig die Servietten. Gemeinsam hatten sie gefeiert und aller gedacht. Doch wie diese sind auch sie fort. Wohin? In welche Zeit? In welche Welt? Befragen wir die hingeworfenen zurückgelassenen Servietten, bleiben diese stumm. Zerfallen. Versteinert. Wie die Tafel, an der sie damals gesessen hatten. Beim letzten Mahl.

Serie Beschreibung   1/11 

das letzte mahl oder fragmente einer familien tafel 2009

Lumpen

(Lappen, Tuch, Serviette)
1983 - 2009

Ein Gegenstand des Alltags begleitete mich über 25 Jahre, der Lumpen. Durch eine künstlerische Verschiebung wird aus dem gebrauchten und weggeworfenen Stück Textil, eine feste, poetische Form. Aus Weich wird Starr, das Vergängliche bleibt konserviert.

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Serie Beschreibung   2/11 

edellumpen 4 2005

Serie Beschreibung   3/11 
  • edellumpen 4 2005 2
Serie Beschreibung   4/11 

edellumpen 2 blut oder erdbeeren 2003

Serie Beschreibung   5/11 

drecklumpen das blaue vom himmel abgetrocknet und dabei blieb etwas haengen 2002

Serie Beschreibung   6/11 

so viele drecklumpen 2002

Serie Beschreibung   7/11 

der silberschwarze lappen 1998

Serie Beschreibung   8/11 

bald werden sie nur noch lumpen sein 1990?

Serie Beschreibung   9/11 
  • der silberschwarze lappen 1990
Serie Beschreibung   10/11 

schwarze lumpen voll dreck und farbe 1985

Serie Beschreibung   11/11 

oellumpen 1983

LAMPEDUSA 2015/16 oder die Schichten der Hoffnung

 Die immer neuen Flüchtlingswellen, die Dramen auf hoher See, die Rettungen in höchster Not: Alle diese Bilder begleiten uns schon seit Jahren. Niemand kann wegsehen.

Immer wieder werden leere Rettungsringe oder deren Überreste angeschwemmt, liegen überall verstreut am Strand. Mit der Zeit und neuer Flut entsteht Schicht um Schicht. Diese Schichtungen aus Bruchstücken gestrandeter Hoffnungen und den stummen Symbolen namenloser Dramen würden dereinst zu Sedimenten des Vergessens. Das Projekt «Lampedusa » ist ein omnipräsentes und aktuelles Mahnmal gegen das Vergessen und eine Erinnerung an das traurige Schicksal Unzähliger. Die Installation zeigt angeschwemmte zerbrochene Rettungsringe

– aus Ton, die übereinandergeschichtet die totale Hilflosigkeit visualisieren: eine Referenz an die Tausenden von namenlosen Verschwundenen, die sich auf dem offenen Meer an Ringe klammerten, von denen sie sich so viel erhofften. Das Aufräumen und Aufstapeln der Überreste ist ein Versuch, die Gedanken zu ordnen.

 

Grösse der Installation

variabel

Grösse der einzelnen Ringe

ca. 50 cm x 50 cm x Æ10 cm

Material

Ton, gebrannt, glasiert

Serie Beschreibung   1/3 

Lampedusa, 2016

Lampedusa

2016

Glücksuchende auf der Flucht über das Meer, Bilder grösster Not, Tod und Verzweiflung. Als Mahnmal stehen die «Schichten der Hoffnung» unbeweglich gegen das Vergessen und für das Erinnern an das Schicksal unzähliger Flüchtenden

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Serie Beschreibung   2/3 

Lampedusa, 2016

Serie Beschreibung   3/3 

Lampedusa, 2016

Das Gestern für die Zukunft bewahren und die Zukunft vor dem Heute schützen.

«Das individuelle Pflanzenhaus» ist ein Objekt, das mit künstlerischen Eingriffen empirisch Antworten auf die Frage geben soll, wie Pflanzen auf eine sich verändernde Umgebung reagieren. Das Pflanzenhaus ist ein künstlerisch gestaltetes wissenschaftliches Forschungsprojekt – eine botanisch-architektonische Gartenskulptur. Damit kann der Einfluss der Form eines Raums auf das Wachstum der Pflanzen untersucht werden, wenn dessen Atmosphäre durch verschiedene Farben verändert wird.

Die Objekte simulieren im Kleinen unterschiedliche Klimasituationen. In jedem Pflanzenhaus können diese verschieden sein, aber dennoch vergleichbar bleiben.

Nach Experimenten mit bunten Gewächshäusern, welche die Wirkung von Farben auf Wachstum und Erscheinungsbild von Pflanzen zum Thema hatten, entstand die Idee, begehbare Objekte zu entwickeln, die farbenfroh wie ein Regenbogen sein sollten. Farben nehmen Einfluss auf das Wohlbefinden des Menschen. Dabei bleibt die ursprüngliche Fragestellung der Experimente mit den Gewächshäusern unverändert: Wie beeinflusst die Farbe den Besucher?

Die «Stazione Frohsinn»  ist ein Objekt als Rückzugsort, aus dem heraus die Sicht auf die Umwelt in unterschiedlichen Farben erscheint, während die Sicht hinein von der Intensität des Lichts abhängt. Ausgehend von einer Kreisform erweiterte sich der Grundriss zur Spirale. Das ermöglicht einen zentralen Zugang und schliesst gleichzeitig die Aussenwelt aus. Das Objekt verjüngt sich gegen oben, die Sicht auf den Himmel bleibt frei.

Ausstellung «Kunst im Dolderbad»

Das Zusammenspiel zwischen atmosphärischen und farbigen Teilen ergibt eine Komposition, die sich je nach Wetter ändert. Es bietet Platz für mehrere Personen gleichzeitig. Das Sonnenlicht lässt die Hülle je nach Tages- und Jahreszeit unterschiedlich transparent erscheinen und macht das Objekt mehr oder weniger durchsichtig.

Ausgestellt im Zürcher Dolderbad «Kunst im Dolderbad» 2014 während der Badesaison. Die Kinder nutzten das Objekt zum Spielen und sich Verstecken, die Erwachsenen, so erzählte das Badepersonal, als Umkleidekabine.

Ausstellung «Turbulenzen»

Pech gehabt, lieber Regenbogen. Im Märchen endest du meist in einem Topf mit Gold, hier aber – im Mixer. Deine Farben wurden zu einem luftigen Durcheinander verquirlt, die physikalischen Fesseln gesprengt. Als Isaac Newton das Sonnenlicht in seine Spektralfarben zerlegte, warf man ihm vor, er habe den Zauber des Regenbogens zerstört. Du aber spannst noch immer ein Band zwischen Sonne und Regen, spielst mit Wind und Wellen, zauberst Heiterkeit in die Düsternis, weckst Wünsche und Träume. Vor allem aber schenkst du jenes flüchtige Glück, das wir verspüren, wenn deine Farben Feuer und Wasser miteinander versöhnen.

 

XANADU I - V 2013/14

Die flüchtigen Erinnerungen an die Bilder einer Stadt, an gebaute Strukturen, an einzelne Stadtteile – das sind jene Inspirationen, aus denen Objekte entstehen. Was ragte damals heraus und blieb im Gedächtnis? Was war markant? Was weckte Gefühle und noch immer emotionale Erinnerungen? Je nach der Zeit, in der eine Stadt besucht wurde, je nach der Art der Bilder, die einem damals begegneten.

«Xanadu» ist eine imaginäre Stadt, geformt aus einzelnen Objekten mit einer immer wieder anderen Ausstrahlung. Die Türme scheinen zwar durchsichtig, zuweilen fast unsichtbar, doch sie gewähren bloss einen Durchblick, aber keinen Einblick. Könnte sie so ausgesehen haben, jene fantastische Stadt, die der Mongolenkaiser Kublai Khan und Marco Polo in ihren Gesprächen errichteten? Könnte sie so ausgesehen haben, jene Stadt, der Italo Calvino in seinem Buch «Die unsichtbaren Städte» begegnete?

 

XANADU I A, I B, I C oder «DIE UNSICHTBAREN TÜRME» 2014

Material: Plexiglas, Leim, Kitt, Grösse ca. 120 x 15 x 15 - 20 cm

 

XANADU II – V 2013/2014

Material: Plexiglas, Leim, Kitt, Grösse ca. 10 - 40 x 10 - 40 x 20 - 40 cm

 

ANEMOSCOPIUM (WINDMESSER)

«Devant nous le désir, après nous le ciel» Würde man sie lassen, würden sie immer nur steigen und so lange fliegen, bis sie zum Blau des Himmels, zum Weiss der Wolken, zum Gleissen der Sonne und zur Finsternis der Nacht würden. Schwerelos und frei. Translucent gravity. Wir haben den Wind gemessen. Aber auch der Wind hat Mass genommen und seine Spuren hinterlassen. Beim näheren Hinsehen können wir bestätigen: Er blies – ziemlich heftig sogar.

Installation in Zusammenarbeit mit Corinne Schroff, 2008

Material: Transparente und farbige PET-Bänder, ca. 30 cm x 500 cm

Grösse: ca. 450 cm x 500 cm

 

«TRAUMFÄNGER»

Ist es überhaupt möglich, einen Traum einer Sommernacht einzufangen und zu konservieren? Kann man Träume einschliessen? Ein Versuch, geträumte Farben und Gefühle in einer Flasche einzufangen. Ein Objekt aus rundum eingefangenen Träumen, das Raum lässt, diese nochmals zu träumen. Als ob man sich in eine Wolke voller Träume hüllen würde und darin weiter träumen könnte. Ein Blick hinauf zu den vorbeiziehenden Wolken und durch die Traumsequenzen hindurch auf die scheinbar verwandelte Umgebung. Irritierend – oder einfach nur traumhaft? Der Blick aus dem Innern des Objekts durch die eingeschlossenen Träume schafft eine Verbindung zur Aussenwelt und relativiert im gleichen Moment deren Wirklichkeit.

Installation in Zusammenarbeit mit Corinne Schroff, 2006

Material: Transparentes PET, Mixed media, alles recyclierbar

Grösse: ∅ ca. 200 cm, Höhe 7 Flaschenreihen oder ca. 245 cm 420 Flaschen, je ca. 35 cm x 10 cm

Serie Beschreibung   1/12 

galleria frohsinn 2014

PET / Farbathmosphäre

2011 - 2014

Nach vielen Jahren mit Ton, habe ich mich von den faszinierenden Möglichkeiten von Plastik begeistern lassen. Mit der Durchlässigkeit des Lichts kombiniert mit Farben und den damit produzierten Stimmungen sind erleb- und betretbare Installationen entstanden.

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Serie Beschreibung   2/12 

galleria frohsinn 2014

Serie Beschreibung   3/12 

galleria frohsinn 2014

Serie Beschreibung   4/12 

stazione frohsinn 2014

Serie Beschreibung   5/12 

stazione frohsinn 2014

Serie Beschreibung   6/12 

xanadu 1 b 2014

Serie Beschreibung   7/12 

xanadu 4 6 2013

Serie Beschreibung   8/12 

halbwertzeit 10000 2011

Serie Beschreibung   9/12 

anemoscopium 2008

Serie Beschreibung   10/12 

anemoscopium 2008

Serie Beschreibung   11/12 

traumfaenger 2006

Serie Beschreibung   12/12 

traumfaenger 2006

Mirage – oder ein «Passaggio specchiocoloso» 2017

Der Wind schreibt, sagen die Seeleute. Der Wind schreibt Geschichten in die Wellen, die sich auf der riesigen Fläche verbreiten, in Zickzacklinien in der Sonne glitzern. Der Wind schreibt farbige Geschichten in die Wellen über die Schicksale am Meer, Geschichten über Hoffnungen, Entscheidungen, Gefahren, Prophezeiungen, Illusionen, und die Wellen tragen sie weit hinaus.

Installation
Höhe ca. 250 cm, Breite ca. 70-90 cm, Länge ca. 320 cm
PET-Silberfolie, Farbfolie, Aluminiumrohr, Nieten

Serie Beschreibung   1/6 

Mirage

Mirage – oder ein «Passaggio specchiocoloso» 2017

Höhe ca. 250 cm, Breite ca. 70-90 cm, Länge ca. 320 cm
PET-Silberfolie, Farbfolie, Aluminiumrohr, Nieten

Der Wind schreibt, sagen die Seeleute. Der Wind schreibt Geschichten in die Wellen, die sich auf der riesigen Fläche verbreiten, in Zickzacklinien in der Sonne glitzern. Der Wind schreibt farbige Geschichten in die Wellen über die Schicksale am Meer, Geschichten über Hoffnungen, Entscheidungen, Gefahren, Prophezeiungen, Illusionen, und die Wellen tragen sie weit hinaus.

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Serie Beschreibung   2/6 

Mirage

Serie Beschreibung   3/6 

Mirage

Serie Beschreibung   4/6 

Mirage

Serie Beschreibung   5/6 

Mirage

Serie Beschreibung   6/6 

Mirage

«Zerbrechlichkeit, Verletzlichkeit, Vergänglichkeit – das sind die Themen, mit welchen ich mich beschäftige. Die Metamorphose von Form und Farbe entsteht mit Ton und im Feuer. Im Ofen versteinert die Zerbrechlichkeit der Fragmente – das Fragile erscheint zeitlos.»

Maria Eilte-Vozar